Weisse Wand in beige streichen - godoit.ch

Weisse Wand in beige streichen

Projektbeschreibung

In diesem Zimmer war eine Veränderung notwendig. Deshalb habe ich mich entschieden, eine der weissen Wände in einem Sand-Beige Ton zu streichen.

 

Schritt für Schritt Anleitung von Collie1209

1 Vorbereitung und Abdecken

Zunächst habe ich den Arbeitsplatz grosszügig freigeräumt und den Boden mit alten Zeitungen ausgelegt, um diesen vor Schmutz beim Streichen zu schützen. Danach habe ich noch alle Steckdosen abgeschraubt, denn dies erleichtert das Streichen. 

Tipps vom Profi

Nach dem der Untergrund überprüft ("Untergrund - Prüfmethoden") und vorbereitet ("Untergrund - was vor dem Anstrich zu beachten ist") wurde, geht es an das Streichen. Vor allem wenn man einen ganzen Raum inklusive Decke streicht, kann einem das Einhalten einer gewissen Reihenfolge das Leben durchaus erleichtern:

  1. Decke streichen: Die Decke sollte immer als Erstes gestrichen werden, damit die Farbe nicht auf bereits komplett gestrichene Wände tropft. Zudem sollte man sich die Fläche gedanklich in Felder einteilen und immer von Feld zu Feld malen. Dies hat den Vorteil, dass man so nass in nass arbeiten kann und dass nach der Trocknung keine unschönen Übergänge oder Ansätze zu sehen sind
  2. Ecken und Kanten streichen: Danach werden die Ecken und Kanten, sowie weitere Problemstellen wie Fussleisten, elektronische Schalter, Tür- und Fensterrahmen und andere Einbauten gestrichen. Hier ist wichtig zu beachten, dass diese heiklen Stellen beim folgenden Anstreichen der Wandflächen noch nicht getrocknet sind, damit auch hier ein schöner Übergang entstehen kann.
  3. Wände streichen: Auch hier gleich wie bei den Decken vorgehen, also die Flächen ebenfalls in einzelne Felder einteilen um einen nass in nass Übergang zu gewährleisten.
  4. Allfällige Klebeband-Abdeckungen vor dem Abtrocknen der Farbe entfernen, ansonsten läuft man Gefahr, dass getrocknete Farbschichten abblättern. Der richtige Zeitpunkt für die Entfernung des Klebebandes ist dann, wenn die frisch gestrichene Fläche nicht mehr nass und glänzend, sondern matt aber immer noch leicht feucht ist. 
verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

2 Abkleben der Ecken und Kanten

Da die benachbarten Wände weiss bleiben sollen, habe ich die Ecken und Ränder mit Malerabdeckband abgeklebt. Dabei muss man darauf achten, dass das Abdeckband gut angedrückt wird, denn sonst läuft etwas von der Farbe drunter und man bekommt keinen geraden Übergang. 

Tipps vom Profi

Um Malerarbeiten perfekt auszuführen, ist die Wahl des richtigen Klebebandes ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn mit dem falschen Klebeband können massive Qualitätsmängel auftreten und im schlimmsten Fall muss die ganze Arbeit nochmals durchgeführt werden. Damit dies nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Tipps für die richtige Klebebandauswahl.

Untergrundbeschaffenheit:
Zwei Faktoren sind für ein gutes Klebeband ausschlaggebend - gute Haftung und rückstandslose Entfernung. Damit das Klebeband die maximale Wirkung erzielen kann, muss einerseits die Untergrundbeschaffenheit eindeutig bestimmt werden. Die dazugehörenden Prüfmethoden findest du unter unserem Tipp & Trick "Untergrund - Prüfmethoden". Zudem muss der Untergrund vor dem Auftragen gesäubert und von Feuchtigkeit, Fett oder Öl befreit werden. 

Verklebungsdauer:
Die Dauer, welche das Klebeband an der Oberfläche haftet, entscheidet darüber, ob beim Entfernen Rückstande an der Oberfläche kleben bleiben oder nicht. Jedes Klebeband besitzt daher ein Zeitlimit, welches aber oft nicht auf der Verpackung abzulesen ist. Deshalb empfehlen wir folgende, einfache Faustregel: Je stärker das Klebeband haftet, desto eher muss es von der Oberfläche wieder entfernt werden. 

Perfekte Farbkante:
Auch hier spielt die Beschaffenheit des Untergrunds, damit die Farbkante perfekt wird und keine Farbe unterläuft. Ist die Untergrundbasis eindeutig bestimmt, dann dient hier die Bezeichnung des Klebebandes als Referenz (für empfindliche, glatte oder grobe Oberflächen).  Ebenso wichtig ist die Technik des Aufklebens. Das Klebeband muss kräftig angedrückt werden und vor allem an den Rändern muss ein extra Druck erzeugt werden, so dass die Farbe nicht darunter laufen kann.

Ausprobieren:
Schlussendlich gilt generell für jedes Klebeband, jede Oberfläche und jeden Verwendungsbereich - ausprobieren! Teste das Klebeband in einer Ecke oder auf einem kleinen Abschnitt deiner gewünschten Oberfläche. Nur so kannst du sehen, ob du bei deiner Klebebandwahl sehr richtig oder komplett daneben liegst.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

3 Wand streichen

Nun kann man beginnen, die Wand zu streichen. Um eine gleichmässige Menge an Farbe aufzutragen, streife ich die Walzrolle mehrmals im Abstreifgitter ab. Da die Farbe eine hohe Deckkraft besitzt, genügt hier ein Anstrich.

Die Ecken zu den benachbarten Wänden habe ich mit einem Pinsel gestrichen, da man mit diesem am Saubersten dort arbeiten kann. Während des Anstrichs weist die Wand einige Schattierungen auf. Davon darf man sich nicht irritieren lassen. Denn an den Stellen, wo die Farbe schon trocken ist, ist sie heller als an den noch frischen Stellen. Streiche also nicht die helleren Stellen nochmal über, weil du dich über den Farbunterschied wunderst.

Tipps vom Profi

Eine alte Malerregel lautet: Jeder Anstrich ist nur so haltbar wie sein Untergrund. Wer auf kreidender, bröselnder Fläche streicht, muss sich also nicht wundern, wenn die Beschichtung nach kurzer Zeit erste Schäden zeigt und sich auf lange Sicht sogar von der Wand löst. Der Haken an der Sache ist, dass sich ein nicht tragfähiger Untergrund selten auf den ersten Blick erkennen lässt, es gibt einfach zu viele versteckte Schadensbilder an Putzflächen und Altanstrichen. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir die Eigenschaften eines Untergrundes gründlich testen, um ihn anschliessend bestmöglich auf das Streichen vorbereiten zu können.

 

Sichttest: Sind offensichtliche Schäden erkennbar?

Eines der besten Prüfgeräte ist zweifellos unser Auge: Erkennst du bei genauerem Hinsehen abblätternde Farbe, weisse Ausblühungen, Risse, Löcher oder Farbveränderungen durch Feuchtigkeit, Rost, Nikotin und Schimmel, dann benötigt die Wand vor dem Anstrich noch einige Vorbereitung. Pilzbefall sollte möglichst mitsamt der betroffenen Bausubstanz entfernt werden. Alte Wasserflecken, Nikotin und Rost schlagen immer wieder auf die Oberfläche durch, sie benötigen eine wirksame Sperrgrundierung.

 

Klopftest: Gibt es versteckte Hohlstellen?

Hohle Stellen unter dünnwandigen Oberflächen spürst du am besten auf, indem du in verdächtigen Zonen gegen die Wand klopfst. Bei hohlem Klang legst du den Hohlraum frei, um ihn später auszuspachteln. So verhinderst du, dass die Wand während des Streichens oder bei mechanischen Belastungen plötzlich bröckelt und Löcher bekommt.

 

Wischtest: Kreidet oder sandet die Fläche?

Manche Handwerker reiben ganz einfach mit der Handfläche über Decke und Wände, um die Abriebfestigkeit der Altbeschichtung zu überprüfen. Professioneller und gründlich geht das mit einem dunklen, feuchten Tuch, das lose Teilchen sichtbar an sich bindet. Manche nur ungenügend gebundene Farbe, wie zum Beispiel alte Leimfarbe, muss vor der Neubeschichtung leider komplett entfernt werden. Andere Untergründe lassen sich wiederum mit Hilfe einer Grundierung festigen, der bekannteste Vertreter dürfte hier der Tiefgrund sein.

 

Abreisstest: Ist der Untergrund wirklich fest genug?

Um zu testen, ob der Altanstrich oder Putz auch bei mechanischer Belastung an der Wand bleibt, klebst du einen Streifen Klebeband fest auf den Untergrund und reisst ihn mit einem kräftigen Ruck wieder ab. Bleiben grössere Teilchen auf der Klebefläche haften, dann bedarf die Wand noch einiger Vorbereitung. Manchmal genügt eine festigende Grundierung, vielleicht musst du die Altbeschichtung aber auch abtragen.

 

Saugtest: Wie saugfähig ist der Untergrund?

Auch die Saugfähigkeit einer Fläche spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sie zu beschichten. Spritz einfach etwas Leitungswässer auf den Untergrund und schau zu, wie die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Geht es sehr schnell, musst du wahrscheinlich noch eine Grundierung aufbringen, die den »Durst« der Fläche löscht. Die Saugfähigkeit kann aber durchaus auch zu gering ausfallen, je nachdem, welche Art von Farbe du verarbeiten möchtest.

 

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

Nachdem der Untergrund mit der geeigneten Methode überprüft wurde (siehe "Untergrund - Prüfmethoden"), muss er vor dem Anstrich zuerst vorbereitet werden. Je gründlicher die Vorbereitung gemacht wird, desto besser hält der neue Anstrich und desto professioneller sieht das Endergebnis aus. Wichtig: Ein Farbanstrich hält nur bei Tapeten und verputzten Flächen, bei unbehandelten Unterlagen muss vorher unbedingt eine Grundierung aufgetragen werden. Ansonsten saugt der Untergrund zu stark und die Farbe deckt die Oberfläche nicht.

Flächen reinigen:
Mit einem Tuch (gegebenenfalls angefeuchtet) die Oberfläche abwischen. Sind resistente Verschmutzungen wie Fettflecken vorhanden, eignet sich am besten ein Schwamm und warmes Wasser, um diese zu entfernen.

Risse ausbessern:
Sind Risse vorhanden, können diese mit einem Spachtel leicht aufgekratzt und mit einer Bürste ausgebürstet werden. Danach soll man den Riss mit einem Spachtel ausgleichen und nach kompletter Trocknung mit einer Grundierung vorbehandeln, damit die Deckkraft der Farbe nicht beeinträchtigt wird.

Schimmelflecken entfernen:
Schimmelflecken erkennt man durch schwarze Punkte auf der Oberfläche. Da Schimmel zu gesundheitlichen Problemen führen kann, ist es wichtig, dass dieser nicht bloss überstrichen, sondern vollständig entfernt wird. Zuerst muss man die Flecken trocken abwischen, dann mit einem Schimmelentferner einsprühen und eintrocknen lassen. Während dem ganzen Prozess sollte zum Schutz der Gesundheit eine Staubmaske getragen werden. Nach der Trocknung muss man die bearbeitete Stelle mit einem Schwamm und Wasser abwischen.

Nikotinflecken:
Nikotinflecken bilden keinen haftbaren Untergrund. Daher müssen sie mit einer Nikotinsperre vor einem Neuanstrich behandelt werden. Im Tipp & Trick "Untergrund - Nikotinsperre" wird dessen Anwendung im Detail erklärt.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

4 Abschlussarbeiten

Sobald die Farbe trocken ist, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Vielleicht musst du, wenn du nicht ganz sauber gearbeitet hast oder die Farbe nicht richtig gedeckt hat, einige Stellen nochmals nachbessern. Danach kann das Klebeband und die Zeitungen auf dem Boden entfernt werden. Auch die Steckdosen können nun wieder angeschraubt und die Bilder an der Wand angehängt werden.  

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Autor
Collie1209 (22)
Zeitaufwand
3 Stunden
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verwendete Werkzeuge
  • Schraubenzieher
  • Pinsel
  • Abstreifgitter
  • Walze
verwendetes Material
  • alte Zeitungen
  • Malerabdeckband
  • Wandfarbe

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Kommentare

sodele
Ich wollte schon immer mal meine Wand im Schlafzimmer beige streichen!! Jetzt habe ich schon mal eine Anleitung ;)
06.05.2018 17:53 Uhr

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