Neuer und frischer Anstrich für den Flur - godoit.ch

Neuer und frischer Anstrich für den Flur

Projektbeschreibung

Dich stört der Grauschleier an der Wand? Dann verpass der Wand doch ganz einfach einen neuen und erfrischenden Anstrich. 

Schritt für Schritt Anleitung von schuschu

1 Wo ist das strahlende Weiss hin?

Sicherlich kennst du das Problem. Nachdem du einige Jahre in einer Wohnung lebst, fällt dir auf einmal auf, dass das strahlende Weiss der Wände plötzlich gar nicht mehr so schön strahlt. So bin ich heute morgen wach geworden und habe mich sehr an dem Grauschleier in meinem Flur gestört. Das Weiss muss neu erstrahlen, habe ich mir sofort gedacht und mich direkt an die Arbeit gemacht. Alles was ich dafür gebraucht habe: Weisse Wandfarbe, Abklebeband, einen Farbroller und eine Unterlage gegen lästige Flecken auf dem Boden.

Tipps vom Profi

Eine alte Malerregel lautet: Jeder Anstrich ist nur so haltbar wie sein Untergrund. Wer auf kreidender, bröselnder Fläche streicht, muss sich also nicht wundern, wenn die Beschichtung nach kurzer Zeit erste Schäden zeigt und sich auf lange Sicht sogar von der Wand löst. Der Haken an der Sache ist, dass sich ein nicht tragfähiger Untergrund selten auf den ersten Blick erkennen lässt, es gibt einfach zu viele versteckte Schadensbilder an Putzflächen und Altanstrichen. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir die Eigenschaften eines Untergrundes gründlich testen, um ihn anschliessend bestmöglich auf das Streichen vorbereiten zu können.

 

Sichttest: Sind offensichtliche Schäden erkennbar?

Eines der besten Prüfgeräte ist zweifellos unser Auge: Erkennst du bei genauerem Hinsehen abblätternde Farbe, weisse Ausblühungen, Risse, Löcher oder Farbveränderungen durch Feuchtigkeit, Rost, Nikotin und Schimmel, dann benötigt die Wand vor dem Anstrich noch einige Vorbereitung. Pilzbefall sollte möglichst mitsamt der betroffenen Bausubstanz entfernt werden. Alte Wasserflecken, Nikotin und Rost schlagen immer wieder auf die Oberfläche durch, sie benötigen eine wirksame Sperrgrundierung.

 

Klopftest: Gibt es versteckte Hohlstellen?

Hohle Stellen unter dünnwandigen Oberflächen spürst du am besten auf, indem du in verdächtigen Zonen gegen die Wand klopfst. Bei hohlem Klang legst du den Hohlraum frei, um ihn später auszuspachteln. So verhinderst du, dass die Wand während des Streichens oder bei mechanischen Belastungen plötzlich bröckelt und Löcher bekommt.

 

Wischtest: Kreidet oder sandet die Fläche?

Manche Handwerker reiben ganz einfach mit der Handfläche über Decke und Wände, um die Abriebfestigkeit der Altbeschichtung zu überprüfen. Professioneller und gründlich geht das mit einem dunklen, feuchten Tuch, das lose Teilchen sichtbar an sich bindet. Manche nur ungenügend gebundene Farbe, wie zum Beispiel alte Leimfarbe, muss vor der Neubeschichtung leider komplett entfernt werden. Andere Untergründe lassen sich wiederum mit Hilfe einer Grundierung festigen, der bekannteste Vertreter dürfte hier der Tiefgrund sein.

 

Abreisstest: Ist der Untergrund wirklich fest genug?

Um zu testen, ob der Altanstrich oder Putz auch bei mechanischer Belastung an der Wand bleibt, klebst du einen Streifen Klebeband fest auf den Untergrund und reisst ihn mit einem kräftigen Ruck wieder ab. Bleiben grössere Teilchen auf der Klebefläche haften, dann bedarf die Wand noch einiger Vorbereitung. Manchmal genügt eine festigende Grundierung, vielleicht musst du die Altbeschichtung aber auch abtragen.

 

Saugtest: Wie saugfähig ist der Untergrund?

Auch die Saugfähigkeit einer Fläche spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sie zu beschichten. Spritz einfach etwas Leitungswässer auf den Untergrund und schau zu, wie die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Geht es sehr schnell, musst du wahrscheinlich noch eine Grundierung aufbringen, die den »Durst« der Fläche löscht. Die Saugfähigkeit kann aber durchaus auch zu gering ausfallen, je nachdem, welche Art von Farbe du verarbeiten möchtest.

 

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

Nachdem der Untergrund mit der geeigneten Methode überprüft wurde (siehe "Untergrund - Prüfmethoden"), muss er vor dem Anstrich zuerst vorbereitet werden. Je gründlicher die Vorbereitung gemacht wird, desto besser hält der neue Anstrich und desto professioneller sieht das Endergebnis aus. Wichtig: Ein Farbanstrich hält nur bei Tapeten und verputzten Flächen, bei unbehandelten Unterlagen muss vorher unbedingt eine Grundierung aufgetragen werden. Ansonsten saugt der Untergrund zu stark und die Farbe deckt die Oberfläche nicht.

Flächen reinigen:
Mit einem Tuch (gegebenenfalls angefeuchtet) die Oberfläche abwischen. Sind resistente Verschmutzungen wie Fettflecken vorhanden, eignet sich am besten ein Schwamm und warmes Wasser, um diese zu entfernen.

Risse ausbessern:
Sind Risse vorhanden, können diese mit einem Spachtel leicht aufgekratzt und mit einer Bürste ausgebürstet werden. Danach soll man den Riss mit einem Spachtel ausgleichen und nach kompletter Trocknung mit einer Grundierung vorbehandeln, damit die Deckkraft der Farbe nicht beeinträchtigt wird.

Schimmelflecken entfernen:
Schimmelflecken erkennt man durch schwarze Punkte auf der Oberfläche. Da Schimmel zu gesundheitlichen Problemen führen kann, ist es wichtig, dass dieser nicht bloss überstrichen, sondern vollständig entfernt wird. Zuerst muss man die Flecken trocken abwischen, dann mit einem Schimmelentferner einsprühen und eintrocknen lassen. Während dem ganzen Prozess sollte zum Schutz der Gesundheit eine Staubmaske getragen werden. Nach der Trocknung muss man die bearbeitete Stelle mit einem Schwamm und Wasser abwischen.

Nikotinflecken:
Nikotinflecken bilden keinen haftbaren Untergrund. Daher müssen sie mit einer Nikotinsperre vor einem Neuanstrich behandelt werden. Im Tipp & Trick "Untergrund - Nikotinsperre" wird dessen Anwendung im Detail erklärt.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

2 Was muss vorbereitet werden?

Es gilt einfach die Türen und Schränke abzukleben. Das bedeutet zwar einige Arbeit und nimmt viel Zeit in Anspruch, sollte jedoch sorgfältig gemacht werden. Auch Möbelstücke und Jacken etc. sollten aus dem Flur genommen werden, sonst könnten auch sie Flecken fangen und damit wäre keinem geholfen.

Nachdem ich alles abgeklebt hatte, konnte ich mit der eigentlichen Arbeit beginnen.

Tipps vom Profi

Um Malerarbeiten perfekt auszuführen, ist die Wahl des richtigen Klebebandes ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn mit dem falschen Klebeband können massive Qualitätsmängel auftreten und im schlimmsten Fall muss die ganze Arbeit nochmals durchgeführt werden. Damit dies nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Tipps für die richtige Klebebandauswahl.

Untergrundbeschaffenheit:
Zwei Faktoren sind für ein gutes Klebeband ausschlaggebend - gute Haftung und rückstandslose Entfernung. Damit das Klebeband die maximale Wirkung erzielen kann, muss einerseits die Untergrundbeschaffenheit eindeutig bestimmt werden. Die dazugehörenden Prüfmethoden findest du unter unserem Tipp & Trick "Untergrund - Prüfmethoden". Zudem muss der Untergrund vor dem Auftragen gesäubert und von Feuchtigkeit, Fett oder Öl befreit werden. 

Verklebungsdauer:
Die Dauer, welche das Klebeband an der Oberfläche haftet, entscheidet darüber, ob beim Entfernen Rückstande an der Oberfläche kleben bleiben oder nicht. Jedes Klebeband besitzt daher ein Zeitlimit, welches aber oft nicht auf der Verpackung abzulesen ist. Deshalb empfehlen wir folgende, einfache Faustregel: Je stärker das Klebeband haftet, desto eher muss es von der Oberfläche wieder entfernt werden. 

Perfekte Farbkante:
Auch hier spielt die Beschaffenheit des Untergrunds, damit die Farbkante perfekt wird und keine Farbe unterläuft. Ist die Untergrundbasis eindeutig bestimmt, dann dient hier die Bezeichnung des Klebebandes als Referenz (für empfindliche, glatte oder grobe Oberflächen).  Ebenso wichtig ist die Technik des Aufklebens. Das Klebeband muss kräftig angedrückt werden und vor allem an den Rändern muss ein extra Druck erzeugt werden, so dass die Farbe nicht darunter laufen kann.

Ausprobieren:
Schlussendlich gilt generell für jedes Klebeband, jede Oberfläche und jeden Verwendungsbereich - ausprobieren! Teste das Klebeband in einer Ecke oder auf einem kleinen Abschnitt deiner gewünschten Oberfläche. Nur so kannst du sehen, ob du bei deiner Klebebandwahl sehr richtig oder komplett daneben liegst.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

3 Das Streichen

Das Streichen von weisser Farbe auf einer weissen Wand ist nun wirklich kein Hexenwerk. Dennoch habe ich mich darauf konzentriert, wo ich schon gestrichen habe – und wo vielleicht noch nicht. Nicht, dass am Ende eigenartige Flecken bleiben, denn dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.

Tipps vom Profi

Ein wichtiger Faktor zur Wahl der geeigneten Walze ist die Struktur des Untergrunds. Je stärker die Struktur desto länger sollte der Besatz, die Fasern des Farbrollers sein. Die folgenden Angaben können als Richtwerte dienen:

  • für glatte, unstrukturierte Untergründe einen kurzen bis mittellangen Besatz mit einer Florlänge zwischen 3 - 12 mm verwenden
  • für Untergründe mit einer mittleren Struktur eignet sich ein mittellanger bis langer Besatz mit einer Florlänge zwischen 12 - 20 mm
  • für grobe, stark strukturierte Untergründe sollten Walzen mit einem langen Besatz von 18 - 23 mm zu Einsatz kommen. Gerade bei groben Fassadenoberflächen sollten gepolsterte Walzen verwendet werden, mit der die Vertiefungen in der Oberfläche noch besser erreicht werden können.
verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

4 Was nun?

Nachdem ich alles gestrichen hatte, konnte ich eigentlich auch schon wieder beginnen, das Klebeband zu entfernen. Denn gerade dort, wo ich begonnen hatte, war auch schon wieder alles trocken. Insgesamt habe ich für meinen Flur schon einige Stunden Arbeitszeit benötig – grob geschätzt 3 Stunden. Aber nun habe ich einen Flur, der wie neu aussieht.

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Autor
schuschu (26)
Zeitaufwand
3 Stunden
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verwendete Werkzeuge
  • Roller
verwendetes Material
  • Wandfarbe

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PEKA Abstreifgitter Plastik
erhältlich
CHF 1.40
PEKA Farbwannen
erhältlich
CHF 3.20
PEKA Roller komplett Longlife
erhältlich
CHF 19.80

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