Farbränder ausbessern - godoit.ch

Projektbeschreibung

Schnell ungerade Kanten an farbigen Wänden ausbessern. 

 

Schritt für Schritt Anleitung von Tintenfisch

1 Das Problem

Ich persönlich finde eine farbige Wand im Raum sehr sehr schön. Jedoch habe auch ich mit dem Problem zu kämpfen, dass die Ränder manchmal nicht ganz so schön werden, wie ich das gerne hätte. Auch Versuche mit unterschiedlichen Klebebändern zum Abkleben sind hierbei nicht wirklich zielführend gewesen, sodass es einer Nachbearbeitung bedarf, um die ausgefransten Stellen zu verschönern.

Und alles was du dafür brauchst, ist: Klebeband, die Farbe der umliegenden Seiten, einen Pinsel und jede Menge Geduld und Fingerspitzengefühl.

2 Das Ankleben

Beim Abkleben solltest du dir jede Menge Zeit lassen und ganz behutsam vorgehen. Teste am Besten auch vorher, ob die Farbe das Abkleben aushält und sich nicht mit dem Klebeband wieder ablöst. Das wäre sehr kontraproduktiv. Demnach kurz an einer unauffälligen Stelle testen, denn das erspart viel Stress. Dann klebst du das Klebeband auf die farbige Wand entlang der „Farbgrenze“.

Tipps vom Profi

Um Malerarbeiten perfekt auszuführen, ist die Wahl des richtigen Klebebandes ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn mit dem falschen Klebeband können massive Qualitätsmängel auftreten und im schlimmsten Fall muss die ganze Arbeit nochmals durchgeführt werden. Damit dies nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Tipps für die richtige Klebebandauswahl.

Untergrundbeschaffenheit:
Zwei Faktoren sind für ein gutes Klebeband ausschlaggebend - gute Haftung und rückstandslose Entfernung. Damit das Klebeband die maximale Wirkung erzielen kann, muss einerseits die Untergrundbeschaffenheit eindeutig bestimmt werden. Die dazugehörenden Prüfmethoden findest du unter unserem Tipp & Trick "Untergrund - Prüfmethoden". Zudem muss der Untergrund vor dem Auftragen gesäubert und von Feuchtigkeit, Fett oder Öl befreit werden. 

Verklebungsdauer:
Die Dauer, welche das Klebeband an der Oberfläche haftet, entscheidet darüber, ob beim Entfernen Rückstande an der Oberfläche kleben bleiben oder nicht. Jedes Klebeband besitzt daher ein Zeitlimit, welches aber oft nicht auf der Verpackung abzulesen ist. Deshalb empfehlen wir folgende, einfache Faustregel: Je stärker das Klebeband haftet, desto eher muss es von der Oberfläche wieder entfernt werden. 

Perfekte Farbkante:
Auch hier spielt die Beschaffenheit des Untergrunds, damit die Farbkante perfekt wird und keine Farbe unterläuft. Ist die Untergrundbasis eindeutig bestimmt, dann dient hier die Bezeichnung des Klebebandes als Referenz (für empfindliche, glatte oder grobe Oberflächen).  Ebenso wichtig ist die Technik des Aufklebens. Das Klebeband muss kräftig angedrückt werden und vor allem an den Rändern muss ein extra Druck erzeugt werden, so dass die Farbe nicht darunter laufen kann.

Ausprobieren:
Schlussendlich gilt generell für jedes Klebeband, jede Oberfläche und jeden Verwendungsbereich - ausprobieren! Teste das Klebeband in einer Ecke oder auf einem kleinen Abschnitt deiner gewünschten Oberfläche. Nur so kannst du sehen, ob du bei deiner Klebebandwahl sehr richtig oder komplett daneben liegst.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

Auf den Herstellerangaben steht oft, dass die Klebebänder sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich benutzt werden können. Dies mag theoretisch stimmen, jedoch unterscheiden sich diese Bereiche sehr stark. Je nach Witterungsbedingungen und Temperaturen kann die Klebedauer sehr stark variieren. 

  • Aussenbereich:
    Hier spielen vor allem die Witterungsverhältnisse wie Sonne, Regen, Kälte oder Wind eine zentrale Rolle. Am meisten zu beachten gilt es die Sonneneinwirkung bzw. der Einfluss der UV-Strahlen. Durch die Wirkungen der UV-Strahlung kann nämlich die Klebemasse zerstört werden, was unschöne Rückstände auf der Oberfläche nach dem Ablösen zur Folge hat. Für den Aussenbereich ist es deshalb wichtig, Klebebänder mit einer hohen UV-Beständigkeit zu benutzen.
  • Innenbereh:
    Aufgrund der beständigen Witterungsverhältnisse gibt es im Innenbereich weniger Punkte zu beachten, um ein geeignetes Klebeband zu finden. Wichtig ist, dass man ein zum Untergrund passendes Klebeband wählt (Prüfungsmethode für Untergründe siehe Tipp & Trick "Untergrund - Prüfungsmethoden"), das zusätzlich oberflächenkompatibel ist, wozu der folgende Abschnitt genauere Ausführungen beinhaltet.

Verwendungsbereich:

  • Glatte Oberflächen:
    Handelt es sich um eine glatte Oberfläche wie bspw. Fenster, Holz, Kunststoff, Fliesen oder Metall, dann sollte man kein zu schwaches, jedoch auch kein zu starkes Klebeband verwenden. Eine gewisse Haftung sollte aber gegeben sein, damit beim Malen keine Farbe darunterlaufen und die glatten Oberflächen verschmutzen kann. Da die Oberflächen nicht besonders empfindlich sind, kann auch ein Klebeband mit einer mittleren Haftung problemlos abgelöst werden. Ideal eignet sich hierzu das "ScotchBlue für glatte Oberflächen".
  • Empfindliche Oberflächen:
    Handelt es sich um empfindliche Oberflächen wie bspw. Raufaser, Feinputz, Tapeten oder frisch gestrichene Oberflächen, dann sollte auf Klebebänder mit mittlerer oder starker Haftung verzichtet werden. Ideal geeignet dafür ist das "Scotchblue für empfindliche Oberflächen", welches durch die spezielle Beschaffenheit sogar von Zeitungen locker und ohne Schäden entfernt werden kann. 
  • Grobe Oberflächen:
    Handelt es sich um grobe Oberflächen wie bspw. Rauputz, Beton, Backsteine oder raues Holz, dann sollte auf ein Klebeband mit starker Haftung zurückgegriffen werden. Ideal geeignet dafür ist das "Scotchblue für grobe Oberflächen" oder auch ein handelsübliches Betonklebeband. Hierbei gilt besonders die Verklebungsdauer zu beachten, da ein stark haftendes Klebeband früher entfernt werden muss, als ein leicht Ablösbares. Beim "ScotchBlue für grobe Oberflächen" wird beispielsweise eine Entfernung nach maximal 3 Tagen empfohlen.
verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

3 Das Streichen

Dann nimmst du den Pinsel zur Hand und fängst an, entlang des Klebebandes zu streichen. Achte jedoch darauf, dass du vom Klebeband wegstreichst, sodass keine Farbe darunter gelangen kann. Ich bin zudem nicht flächendeckend, sondern nur partiell, vorgegangen und zwar an den Stellen, wo das Ausgefranste sehr stark zu sehen war. Zudem habe ich nicht zu viel Farbe auf den Pinsel genommen. Somit wird ebenfalls verhindert, dass Farbe unter das Klebeband läuft.

4 Letzten Endes

Dann gilt es alles Ruhen zu lassen. Die Farbe soll ganz trocknen, dann ist das Entfernen des Klebebandes am „ungefährlichsten“. Andernfalls können Abdrücke entstehen, die das einwandfreie Gesamtbild stören könnten. Also lass die Farbe durchtrocknen und entferne dann das Band. Schon hast du eine gerade, schöne Linie.

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Autor
Tintenfisch
Zeitaufwand
1 Stunde und 30 Minuten
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verwendete Werkzeuge
  • Klebeband
  • Pinsel
verwendetes Material
  • Wandfarbe
  • Farbe

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PEKA Farbwannen
erhältlich
CHF 3.40
PEKA Plattpinsel gebogen
erhältlich
CHF 9.00

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