Geometrisches Bild malen - godoit.ch

Geometrisches Bild malen

Projektbeschreibung

Leider habe ich nicht genug Talent, mir schöne Bilder für meine Wohnung zu zeichnen. Stattdessen versuche ich es deswegen manchmal mit sehr einfachen Bildern, die eigentlich eher gemalt als gezeichnet werden. Gegen die kürzer werdenden Tage und das schlechte Wetter habe ich mich heute für ein sonnengelbes, geometrisches Bild entschieden. Es ist gar nicht schwer. Ich zeige dir hier, wie es geht.

Schritt für Schritt Anleitung von Elena_B

1 Vorbereitung

Du brauchst eine Leinwand, meine ist 30 x 40 cm gross. Ausserdem gelbe Acrylfarbe (oder auch jede andere, die dir gefällt), Klebeband, eine Farbrolle, einen Nagel und einen Hammer.

Acrylfarbe hat oft einen unangenehmen Geruch. Such dir zum Malen also am besten einen Raum, den du gut lüften kannst oder geh auf den Balkon oder in den Garten.

Arbeite ausserdem auf einer Zeitung oder anderen Unterlage, damit du nicht deinen Tisch beschmierst.

2 Muster aufkleben

Leg die Leinwand so vor dich hin, wie sie später an der Wand hängen soll – also hochkant oder quer. Fang dann an, mit dem Klebeband Linien auf die Leinwand zu kleben. Hierbei solltest du vorsichtig und sorgfältig arbeiten. Je glatter der Rand deines Klebebands ist und je fester du es anklebst, desto sauberer werden später die Linien sein. Drück trotzdem nicht zu fest auf, damit du deine Leinwand nicht ausbeulst. Achte darauf, das Klebeband über den Rand bis auf die Rückseite zu kleben. So hält es beim Malen besser und ausserdem entsteht das Muster dann auch auf dem Rand.

Tipps vom Profi

Um Malerarbeiten perfekt auszuführen, ist die Wahl des richtigen Klebebandes ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn mit dem falschen Klebeband können massive Qualitätsmängel auftreten und im schlimmsten Fall muss die ganze Arbeit nochmals durchgeführt werden. Damit dies nicht passiert, zeigen wir dir die wichtigsten Tipps für die richtige Klebebandauswahl.

Untergrundbeschaffenheit:
Zwei Faktoren sind für ein gutes Klebeband ausschlaggebend - gute Haftung und rückstandslose Entfernung. Damit das Klebeband die maximale Wirkung erzielen kann, muss einerseits die Untergrundbeschaffenheit eindeutig bestimmt werden. Die dazugehörenden Prüfmethoden findest du unter unserem Tipp & Trick "Untergrund - Prüfmethoden". Zudem muss der Untergrund vor dem Auftragen gesäubert und von Feuchtigkeit, Fett oder Öl befreit werden. 

Verklebungsdauer:
Die Dauer, welche das Klebeband an der Oberfläche haftet, entscheidet darüber, ob beim Entfernen Rückstande an der Oberfläche kleben bleiben oder nicht. Jedes Klebeband besitzt daher ein Zeitlimit, welches aber oft nicht auf der Verpackung abzulesen ist. Deshalb empfehlen wir folgende, einfache Faustregel: Je stärker das Klebeband haftet, desto eher muss es von der Oberfläche wieder entfernt werden. 

Perfekte Farbkante:
Auch hier spielt die Beschaffenheit des Untergrunds, damit die Farbkante perfekt wird und keine Farbe unterläuft. Ist die Untergrundbasis eindeutig bestimmt, dann dient hier die Bezeichnung des Klebebandes als Referenz (für empfindliche, glatte oder grobe Oberflächen).  Ebenso wichtig ist die Technik des Aufklebens. Das Klebeband muss kräftig angedrückt werden und vor allem an den Rändern muss ein extra Druck erzeugt werden, so dass die Farbe nicht darunter laufen kann.

Ausprobieren:
Schlussendlich gilt generell für jedes Klebeband, jede Oberfläche und jeden Verwendungsbereich - ausprobieren! Teste das Klebeband in einer Ecke oder auf einem kleinen Abschnitt deiner gewünschten Oberfläche. Nur so kannst du sehen, ob du bei deiner Klebebandwahl sehr richtig oder komplett daneben liegst.

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

Auf den Herstellerangaben steht oft, dass die Klebebänder sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich benutzt werden können. Dies mag theoretisch stimmen, jedoch unterscheiden sich diese Bereiche sehr stark. Je nach Witterungsbedingungen und Temperaturen kann die Klebedauer sehr stark variieren. 

  • Aussenbereich:
    Hier spielen vor allem die Witterungsverhältnisse wie Sonne, Regen, Kälte oder Wind eine zentrale Rolle. Am meisten zu beachten gilt es die Sonneneinwirkung bzw. der Einfluss der UV-Strahlen. Durch die Wirkungen der UV-Strahlung kann nämlich die Klebemasse zerstört werden, was unschöne Rückstände auf der Oberfläche nach dem Ablösen zur Folge hat. Für den Aussenbereich ist es deshalb wichtig, Klebebänder mit einer hohen UV-Beständigkeit zu benutzen.
  • Innenbereh:
    Aufgrund der beständigen Witterungsverhältnisse gibt es im Innenbereich weniger Punkte zu beachten, um ein geeignetes Klebeband zu finden. Wichtig ist, dass man ein zum Untergrund passendes Klebeband wählt (Prüfungsmethode für Untergründe siehe Tipp & Trick "Untergrund - Prüfungsmethoden"), das zusätzlich oberflächenkompatibel ist, wozu der folgende Abschnitt genauere Ausführungen beinhaltet.

Verwendungsbereich:

  • Glatte Oberflächen:
    Handelt es sich um eine glatte Oberfläche wie bspw. Fenster, Holz, Kunststoff, Fliesen oder Metall, dann sollte man kein zu schwaches, jedoch auch kein zu starkes Klebeband verwenden. Eine gewisse Haftung sollte aber gegeben sein, damit beim Malen keine Farbe darunterlaufen und die glatten Oberflächen verschmutzen kann. Da die Oberflächen nicht besonders empfindlich sind, kann auch ein Klebeband mit einer mittleren Haftung problemlos abgelöst werden. Ideal eignet sich hierzu das "ScotchBlue für glatte Oberflächen".
  • Empfindliche Oberflächen:
    Handelt es sich um empfindliche Oberflächen wie bspw. Raufaser, Feinputz, Tapeten oder frisch gestrichene Oberflächen, dann sollte auf Klebebänder mit mittlerer oder starker Haftung verzichtet werden. Ideal geeignet dafür ist das "Scotchblue für empfindliche Oberflächen", welches durch die spezielle Beschaffenheit sogar von Zeitungen locker und ohne Schäden entfernt werden kann. 
  • Grobe Oberflächen:
    Handelt es sich um grobe Oberflächen wie bspw. Rauputz, Beton, Backsteine oder raues Holz, dann sollte auf ein Klebeband mit starker Haftung zurückgegriffen werden. Ideal geeignet dafür ist das "Scotchblue für grobe Oberflächen" oder auch ein handelsübliches Betonklebeband. Hierbei gilt besonders die Verklebungsdauer zu beachten, da ein stark haftendes Klebeband früher entfernt werden muss, als ein leicht Ablösbares. Beim "ScotchBlue für grobe Oberflächen" wird beispielsweise eine Entfernung nach maximal 3 Tagen empfohlen.
verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

3 Leinwand anmalen

Verstreiche nun mit der Farbrolle die Farbe auf der Leinwand. Geh dabei ähnlich vor wie beim Streichen einer Wand. Um die Farbe möglichst gleichmässig zu verstreichen, rollst du am besten erst gerade von oben nach unten und von unten nach oben. Anschliessend änderst du den Winkel und rollst eher von rechts nach links und von links nach rechts. Geh sicher, dass du über jede Stelle mindestens zweimal gerollt bist (einmal gerade und einmal schräg). Vergiss dabei auch die Seiten der Leinwände nicht.

Sobald du mit dem Malen fertig bist, solltest du die Farbrolle unbedingt gründlich auswaschen und gut trocknen lassen. Sonst wird sie hart und verklebt und kann dann keine Farbe mehr aufnehmen.

4 Trocknen lassen und Klebeband abziehen

Lass die Leinwand gut trocknen. Das kann je nach Dicke des Farbauftrags einige Zeit dauern. Du solltest aber auf jeden Fall Geduld haben. Wenn die Farbe beim Abziehen des Klebebands noch zu nass ist, wird der Rand evtl. verlaufen.

Sobald die Farbe getrocknet ist, ziehst du das Klebeband vorsichtig ab. Beginne dabei mit dem Streifen, den du zuletzt aufgeklebt hast, und nimm anschliessend immer den obersten. So stellst du sicher, dass du immer nur einen Streifen abziehst und nichts einreisst.

5 Anbringen

Die Länge des Nagels, den du zum Anbringen verwendest, hängt von der Dicke deiner Leinwand und der Beschaffenheit der Wand ab. Drehe die Leinwand um und stelle den Nagel darauf. Er muss die Leinwand mindestens um 1 cm überragen.

Schlage anschliessend den Nagel mit einem Hammer in die Wand. Hänge das Bild auf den Nagel und richte es etwas aus. Fertig.

Viel Spass beim Nachbasteln!

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Autor
Elena_B (34)
Zeitaufwand
1 Stunde
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verwendete Werkzeuge
  • Farbrolle
  • Nagel
  • Hammer
  • Klebeband
verwendetes Material
  • Leinwand
  • Acrylfarbe

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