Einem alten Hocker ein neues Gewand geben - godoit.ch

Einem alten Hocker ein neues Gewand geben

Projektbeschreibung

Hier zeige ich dir, wie Du mit ein bisschen Farbe aus einem alten schäbigen Hocker einen echten Hingucker machst.

Schritt für Schritt Anleitung von maren

1 Vorbereitung und Materialien

Um einen alten Hocker wieder aufzufrischen und zu einem optischen Hingucker zu machen, benötigst Du folgendes:

  • Schleifpapier (Stärke 80 für den groben Schliff, Stärke 180 für den Feinschliff)
  • Lack in deiner Wunschfarbe für die Sitzfläche, in meinem Fall "hellelfenbein seidenmatt"
  • Beize in deiner Wunschfarbe für die Beine, in meinem Fall "Eiche dunkel"
  • einen Klarlack für die Beine
  • Pinsel in verschiedenen Stärken
  • Klebeband zum Abkleben

2 Abschleifen und Abkleben

Bevor Du deinen Hocker bemalen kannst, musst Du ihn sorgfältig abschleifen. Benutze zunächst das gröbere Schleifpapier, anschliessend das Feinere. Durch das Schleifen sorgst Du für eine ebene Oberfläche, ausserdem werden Rückstände, z.B. von einer früheren Lackierung, entfernt. Entferne den Schleifstaub anschliessend mit einem Staubsauger oder einem Tuch.

Nach dem Schleifen kannst Du die Sitzfläche des Hockers so abkleben, dass Du die Beine bemalen kannst.

Tipps vom Profi

1. Wahl der richtigen Schleifart

Zu den beliebtesten Schleifmaschinen zählen Schwingschleifer, Exzenterschleifer, Bandschleifer und Deltaschleifer. Dabei besitzt jede Schleifmaschine ihre Eigenheiten und ihre spezifischen Einsatzmöglichkeiten:

  • Schwingschleifer:
    Eignet sich für Vor- und Nachschleifarbeiten an verschiedenen Werkstoffen sowie für grosse Flächen
  • Exzenterschleifer:
    Eignet sich gut zum Feinschleifen, ist vielseitig und hinterlässt kleinere Rillen im Schleifgut als bspw. der Schwingschleifer
  • Bandschleifer:
    Eignet sich zum Schleifen von grossen Flächen. Ist ideal für eisenhaltige Metalle, bei Holz sorgt er für einen raschen Materialabtrag
  • Deltaschleifer:
    Eignet sich insbesondere für Holz und ist ideal für die Bearbeitung kleiner Flächen, Kanten und Ecken

Nebst den Schleifmaschinen bringt das Schleifen von Hand nach wie vor einige Vorteile mit sich, wie beispielsweise genaueres und feineres Schleifen. Das Schleifen von Hand ist vor allem bei kleineren Flächen praktikabel. Zudem wird empfohlen, nach dem Einsatz von Schleifmaschinen die bearbeiteten Flächen zusätzlich von Hand nachzuschleifen.

2. Mit der Holzmaserung schleifen

Um tiefe und unschöne Kratzer im Holz zu verhindern, muss stets mit der Maserung geschliffen werden. Vor allem wenn mit Beizen gearbeitet wird, sind Kratzer entgegen der Holzmaserung gut sichtbar. Maserungen sind insbesondere bei Naturhölzern vorhanden.

3. Zuerst grob, dann fein

Der Schleifprozess sollte immer zuerst mit einer groben Körnung begonnen und dann kontinuierlich mit feineren Körnungen fortgesetzt werden, bis die gewünschte Beschaffenheit der Oberfläche erreicht wird. Meistens sollte eine grobe Körnung zum Anschleifen und eine feine Körnung für den Feinschliff ausreichen, um die gewünschte Glätte zu erreichen. Je nach Baumart und Behandlung kann es aber vorkommen, dass dazwischen noch mit weiteren Körnungen geschliffen werden muss.

4. Gewünschtes Ergebnis immer im Kopf haben

Man sollte sich vor dem Schleifbeginn im Klaren sein, wieviel Holz man abtragen möchte. Es empfiehlt sich, am Anfang nicht zu viel wegzuschleifen und den Abtrag regelmässig zu kontrollieren. Um allfällige Unebenheiten zu erkennen muss man lediglich den Feinstaub entfernen und in einem niedrigen Winkel über das Werkstück schauen. Vor allem bei einer Bearbeitung mit Beize sollte nicht zu viel Holz abgetragen werden, denn durch einen zu feinen Schliff kann das Holz weniger Beize aufnehmen, was im Endeffekt zu helleren Holzstücken führt. 

 

verwendete Werkzeuge
  • Schleifmaschine
  • Schleifklotz
verwendetes Material
  • Schleifpapier

Bevor Holz weiterverarbeitet wird, sollte es gesäubert werden. Dies kann grundsätzlich durch Schleifen als auch durch chemische Reinigungsmittel wie bspw. Terpentin oder Nitroglyzerin passieren. Der Sinn des Reinigens besteht darin, dass Holz gesäubert wird, bevor man es weiterverarbeitet. Verunreinigtes Holz sollte nicht weiter verarbeitet werden, da beispielsweise durch das Auftragen einer neuen Farbschicht diese Verunreinigungen tiefer eingearbeitet werden und das Holz dadurch nachhaltig geschwächt wird. 

Ob man zur Schleifmaschine oder eher zum Reinigungstuch greifen soll, kommt dabei stark auf die Beschaffenheit der Holzoberfläche an. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass altes, stark verunreinigtes oder lackiertes Holz geschliffen werden muss. Hingegen kann weniger altes, weniger stark verunreinigtes sowie weniger stark bearbeitetes Holz eher mit chemischen Reinigungsmitteln gesäubert werden. 

Das ideale Vorgehen muss dabei stets individuell abgeklärt werden. Es ist aber in jedem Fall essenziell, das Holz vor dessen Weiterverarbeitung gründlich zu säubern.

 

verwendete Werkzeuge
  • Schleifmaschine
  • Schleifklotz
verwendetes Material
  • Schleifpapier

3 Streichen - die Beine

Los geht's. Du beginnst mit den Beinen des Hockers. Dazu rührst du zunächst die Beize an. Je nach Hersteller gibt es verschiedene Verfahren, halte dich also am besten an die Anweisungen auf deiner Packung.

Dann kannst Du beginnen, die Beine mit der Beize einzustreichen. Achte darauf, dass Du die Beize gleichmässig verteilst, damit keine Flecken entstehen.

Wenn die Beize durchgetrocknet ist (Angaben zur Trockenzeit findest Du ebenfalls auf der Packung), kannst Du die Flächen nochmals mit dem feinen Schleifpapier vorsichtig anschleifen und anschliessend mit dem Klarlack versiegeln.

Je nach Lack sind zwei Anstriche nötig.

4 Streichen - die Sitzfläche

Wenn Du mit den Beinen fertig bist, kannst Du mit der Sitzfläche beginnen.

Benutze für die Ecken einen schmaleren und für die grossen Flächen einen gröberen Pinsel. Trage den Lack gleichmässig auf und achte darauf, dass keine Nasen entstehen.

Wenn der Lack getrocknet ist (Angaben zur Trockenzeit findest Du auf deinem Lack), kannst Du einen zweiten Anstrich vornehmen.

Fertig ist dein Hocker, der optisch nun einiges her macht.

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Autor
maren
Zeitaufwand
3 Stunden
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verwendete Werkzeuge
  • Pinsel
verwendetes Material
  • Schleifpapier Stärke 80
  • Schleifpapier Stärke 180
  • Klebeband
  • Beize
  • Klarlack
  • Lack

verwendete Produkte

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