Holzgartenmöbel schützen und pflegen - godoit.ch

Holzgartenmöbel schützen und pflegen

Projektbeschreibung

Holzmöbel mit geringem Aufwand pflegen und vor jeglicher Witterung zuverlässig schützen - wie auch das Herstellervideo zeigt, ist dies mit dem richtigen Material sowohl für den Heimwerkprofi als auch für den ungeübten Heimwerker kein Problem.

Schritt für Schritt Anleitung von marco von godoit

1 Vorbereitung

Als erstes den Boden mit Malervlies abdecken, damit die Umgebung von allfälligen Tropfen der verwendeten Mittel geschützt ist.

2 Holzmöbel reinigen

Die Möbel mit einem passenden Mittel (bspw. Xyladecor Teakholzreiniger) zur Reinigung des Holzes satt einstreichen und 10 Minuten einwirken lassen. Anschliessend mit einem Schleifvlies das Holz gründlich entlang der Holzmaserung abreiben.

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mit Pinsel auftragen

Tipps vom Profi

1. Wahl der richtigen Schleifart

Zu den beliebtesten Schleifmaschinen zählen Schwingschleifer, Exzenterschleifer, Bandschleifer und Deltaschleifer. Dabei besitzt jede Schleifmaschine ihre Eigenheiten und ihre spezifischen Einsatzmöglichkeiten:

  • Schwingschleifer:
    Eignet sich für Vor- und Nachschleifarbeiten an verschiedenen Werkstoffen sowie für grosse Flächen
  • Exzenterschleifer:
    Eignet sich gut zum Feinschleifen, ist vielseitig und hinterlässt kleinere Rillen im Schleifgut als bspw. der Schwingschleifer
  • Bandschleifer:
    Eignet sich zum Schleifen von grossen Flächen. Ist ideal für eisenhaltige Metalle, bei Holz sorgt er für einen raschen Materialabtrag
  • Deltaschleifer:
    Eignet sich insbesondere für Holz und ist ideal für die Bearbeitung kleiner Flächen, Kanten und Ecken

Nebst den Schleifmaschinen bringt das Schleifen von Hand nach wie vor einige Vorteile mit sich, wie beispielsweise genaueres und feineres Schleifen. Das Schleifen von Hand ist vor allem bei kleineren Flächen praktikabel. Zudem wird empfohlen, nach dem Einsatz von Schleifmaschinen die bearbeiteten Flächen zusätzlich von Hand nachzuschleifen.

2. Mit der Holzmaserung schleifen

Um tiefe und unschöne Kratzer im Holz zu verhindern, muss stets mit der Maserung geschliffen werden. Vor allem wenn mit Beizen gearbeitet wird, sind Kratzer entgegen der Holzmaserung gut sichtbar. Maserungen sind insbesondere bei Naturhölzern vorhanden.

3. Zuerst grob, dann fein

Der Schleifprozess sollte immer zuerst mit einer groben Körnung begonnen und dann kontinuierlich mit feineren Körnungen fortgesetzt werden, bis die gewünschte Beschaffenheit der Oberfläche erreicht wird. Meistens sollte eine grobe Körnung zum Anschleifen und eine feine Körnung für den Feinschliff ausreichen, um die gewünschte Glätte zu erreichen. Je nach Baumart und Behandlung kann es aber vorkommen, dass dazwischen noch mit weiteren Körnungen geschliffen werden muss.

4. Gewünschtes Ergebnis immer im Kopf haben

Man sollte sich vor dem Schleifbeginn im Klaren sein, wieviel Holz man abtragen möchte. Es empfiehlt sich, am Anfang nicht zu viel wegzuschleifen und den Abtrag regelmässig zu kontrollieren. Um allfällige Unebenheiten zu erkennen muss man lediglich den Feinstaub entfernen und in einem niedrigen Winkel über das Werkstück schauen. Vor allem bei einer Bearbeitung mit Beize sollte nicht zu viel Holz abgetragen werden, denn durch einen zu feinen Schliff kann das Holz weniger Beize aufnehmen, was im Endeffekt zu helleren Holzstücken führt. 

 

verwendete Werkzeuge
  • Schleifmaschine
  • Schleifklotz
verwendetes Material
  • Schleifpapier

Bevor Holz weiterverarbeitet wird, sollte es gesäubert werden. Dies kann grundsätzlich durch Schleifen als auch durch chemische Reinigungsmittel wie bspw. Terpentin oder Nitroglyzerin passieren. Der Sinn des Reinigens besteht darin, dass Holz gesäubert wird, bevor man es weiterverarbeitet. Verunreinigtes Holz sollte nicht weiter verarbeitet werden, da beispielsweise durch das Auftragen einer neuen Farbschicht diese Verunreinigungen tiefer eingearbeitet werden und das Holz dadurch nachhaltig geschwächt wird. 

Ob man zur Schleifmaschine oder eher zum Reinigungstuch greifen soll, kommt dabei stark auf die Beschaffenheit der Holzoberfläche an. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass altes, stark verunreinigtes oder lackiertes Holz geschliffen werden muss. Hingegen kann weniger altes, weniger stark verunreinigtes sowie weniger stark bearbeitetes Holz eher mit chemischen Reinigungsmitteln gesäubert werden. 

Das ideale Vorgehen muss dabei stets individuell abgeklärt werden. Es ist aber in jedem Fall essenziell, das Holz vor dessen Weiterverarbeitung gründlich zu säubern.

 

verwendete Werkzeuge
  • Schleifmaschine
  • Schleifklotz
verwendetes Material
  • Schleifpapier

3 Pflegegel auftragen

Nach der Reinigung kann das Pflegegel mit einem Pinsel aufgetragen werden (falls Hartholz-Pflegehandschuh vorhanden, kann auch dieser verwendet werden).

Dazu ein wenig Gel aus der Dose nehmen und mit dem Pinsel auf dem Holz verteilen. Dadurch kann das Gel tief in das Holz eindringen und seine Pflege- und Schutzwirkung entfalten. Da bspw. das Hartholzgel von Xyladecor nicht tropft, ist auch die Bearbeitung von Unterkanten eine saubere Sache. Nach gleichmässiger Bearbeitung der gesamten Fläche kann man überschüssiges Material mit einem Tuch entfernen.

Nach einer Trocknung von 12 Stunden wird eine zweite Schicht aufgetragen. Auch hier wieder überschüssiges Material mit einem Tuch entfernen und das Holz diesmal für 24 Stunden trocknen lassen.

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Anstatt des Handschuhs kann auch ein Pinsel verwendet werden

Tipps vom Profi

Möbel und Böden aus Holz verlangen je nach Oberfläche eine unterschiedliche Behandlung. Nichts verloren haben dabei scharfe Reinigungsmittel. Meist genügen ein weicher Lappen und Wasser, allenfalls mit etwas Geschirrspülmittel drin. Auch auf Möbelpolitur sollte man bei wertvolleren Möbeln verzichten. Damit erzielt man zwar im Moment einen schönen Effekt, aber auf lange Sicht ist es der falsche Weg. Will man das Möbel später einmal auffrischen lassen, so muss man es zuerst komplett ablaugen.

Holzpflegetipps:

  • Böden und Möbel aus rohem, unbehandeltem Holz, wie z.B. Bauernmöbel, reinigt man am besten mit Wasser und etwas Kernseife. Das Holz saugt die Feuchtigkeit auf und erhält durch die Kernseife eine feine Schutzschicht.
  • Schmutz auf lackiertem und versiegeltem Holz, z.B. bei Tür- und Schrankgriffen oder auf viel begangenen Stellen beim Parkett, entfernt man mit einem feuchten, weichen Lappen. Dem Wasser kann man etwas Geschirrspülmittel beigeben. Danach mit klarem Wasser nachreinigen und allenfalls mit einer Pflegemilch behandeln.
  • Für antike Stilmöbel eignet sich ebenfalls ein feuchter Lappen, nötigenfalls mit etwas Geschirrspülwasser, am besten. Mit klarem Wasser nachreinigen und mit weichem Lappen trockenreiben. Für zusätzliche Pflege eignet sich eine Pflegemilch ohne Silikon.
  • Auf Möbelpolitur und Pflegeprodukte mit Paraffin oder Silikon sollte man verzichten. Sie hinterlassen auf dem Holz eine Schicht, welche komplett abgelaugt werden muss, wenn man das Möbel einmal restaurieren lassen möchte.
  • Auf scharfe Putz- oder Lösungsmittel (z.B. mit Zitronensäure, Benzin, Aceton, Verdünner) sollte man ebenfalls verzichten. Diese können die Oberflächen angreifen und beim Parkett die Fugen beschädigen.
  • Geöltes oder gewachstes Holz darf man nicht mit Mikrofasertüchern putzen. Es wird trocken oder bei Bedarf ganz leicht feucht, aber nicht nass, gereinigt. Zur Pflege sind im Fachhandel die geeigneten Produkte in Form von Pflegeöl und Wachsemulsion erhältlich.
  • Leichte Dellen auf weichem Holz lassen sich eventuell beheben, wenn man etwas Wasser auf die Delle tupft. Indem das Holz das Wasser aufsaugt, können sich die Fasern wieder aufrichten.

 

(Quelle: srf.ch/ratgeber)

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

4 Holzmöbel benutzen

Ist das Holz vollständig getrocknet, kann das fertige Werk bewundert werden. Das Möbel strahlt neu in natürlicher und seidenmatter Holzoptik.

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Autor
marco von godoit (23)
Zeitaufwand
2 Stunden
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verwendete Werkzeuge
  • Pinsel
verwendetes Material
  • Malervlies
  • Holzreiniger
  • Pflegegel
  • Tuch

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