Wand im Innenraum mit Reibeputz verschönern - godoit.ch

Wand im Innenraum mit Reibeputz verschönern

Projektbeschreibung

Der Reibeputz eignet sich ideal zur Dekoration von Innenräumen und zum Schutz gegen Stösse und Beschädigungen. Wie das Herstellervideo zeigt, ist das Auftragen des Reibeputzes mit dem nötigen Werkzeug und ein klein wenig Übung keine grosse Sache.

Schritt für Schritt Anleitung von sandro von godoit

1 Grundieren

Damit der frische Putzauftrag auch an der Wand haftet, ist es notwendig den Untergrund entsprechend vorzubereiten - je nach Art der Wand empfehlen sich Sperrgründe oder Haftvermittler. Eine geeignete Grundierung ist notwendig, denn der Putz könnte sonst Risse ziehen oder abbröckeln. Daher die Grundierung mit einer Streich- oder Deckenbürste auftragen und anschliessend trocknen lassen.

Tipps vom Profi

Eine alte Malerregel lautet: Jeder Anstrich ist nur so haltbar wie sein Untergrund. Wer auf kreidender, bröselnder Fläche streicht, muss sich also nicht wundern, wenn die Beschichtung nach kurzer Zeit erste Schäden zeigt und sich auf lange Sicht sogar von der Wand löst. Der Haken an der Sache ist, dass sich ein nicht tragfähiger Untergrund selten auf den ersten Blick erkennen lässt, es gibt einfach zu viele versteckte Schadensbilder an Putzflächen und Altanstrichen. Lass uns gemeinsam schauen, wie wir die Eigenschaften eines Untergrundes gründlich testen, um ihn anschliessend bestmöglich auf das Streichen vorbereiten zu können.

 

Sichttest: Sind offensichtliche Schäden erkennbar?

Eines der besten Prüfgeräte ist zweifellos unser Auge: Erkennst du bei genauerem Hinsehen abblätternde Farbe, weisse Ausblühungen, Risse, Löcher oder Farbveränderungen durch Feuchtigkeit, Rost, Nikotin und Schimmel, dann benötigt die Wand vor dem Anstrich noch einige Vorbereitung. Pilzbefall sollte möglichst mitsamt der betroffenen Bausubstanz entfernt werden. Alte Wasserflecken, Nikotin und Rost schlagen immer wieder auf die Oberfläche durch, sie benötigen eine wirksame Sperrgrundierung.

 

Klopftest: Gibt es versteckte Hohlstellen?

Hohle Stellen unter dünnwandigen Oberflächen spürst du am besten auf, indem du in verdächtigen Zonen gegen die Wand klopfst. Bei hohlem Klang legst du den Hohlraum frei, um ihn später auszuspachteln. So verhinderst du, dass die Wand während des Streichens oder bei mechanischen Belastungen plötzlich bröckelt und Löcher bekommt.

 

Wischtest: Kreidet oder sandet die Fläche?

Manche Handwerker reiben ganz einfach mit der Handfläche über Decke und Wände, um die Abriebfestigkeit der Altbeschichtung zu überprüfen. Professioneller und gründlich geht das mit einem dunklen, feuchten Tuch, das lose Teilchen sichtbar an sich bindet. Manche nur ungenügend gebundene Farbe, wie zum Beispiel alte Leimfarbe, muss vor der Neubeschichtung leider komplett entfernt werden. Andere Untergründe lassen sich wiederum mit Hilfe einer Grundierung festigen, der bekannteste Vertreter dürfte hier der Tiefgrund sein.

 

Abreisstest: Ist der Untergrund wirklich fest genug?

Um zu testen, ob der Altanstrich oder Putz auch bei mechanischer Belastung an der Wand bleibt, klebst du einen Streifen Klebeband fest auf den Untergrund und reisst ihn mit einem kräftigen Ruck wieder ab. Bleiben grössere Teilchen auf der Klebefläche haften, dann bedarf die Wand noch einiger Vorbereitung. Manchmal genügt eine festigende Grundierung, vielleicht musst du die Altbeschichtung aber auch abtragen.

 

Saugtest: Wie saugfähig ist der Untergrund?

Auch die Saugfähigkeit einer Fläche spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sie zu beschichten. Spritz einfach etwas Leitungswässer auf den Untergrund und schau zu, wie die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Geht es sehr schnell, musst du wahrscheinlich noch eine Grundierung aufbringen, die den »Durst« der Fläche löscht. Die Saugfähigkeit kann aber durchaus auch zu gering ausfallen, je nachdem, welche Art von Farbe du verarbeiten möchtest.

 

verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

Die Grundierung dient dazu, einen Gegenstand durch eine erste Schicht zu schützen und gleichzeitig die Haftbedingungen für eine oder mehrere noch aufzutragende Schutz- und Dekorschichten zu verbessern. Daneben hat die Grundierung - je nach Art des Untergrunds - sehr unterschiedliche Funktionen. Auf Metallen dient sie beispielsweise als Korrosionsschutz, auf Holz, Beton oder Putz als Absperr- oder Imprägnierungsmittel. Durch eine Grundierung können zudem Unebenheiten des Untergrundes ausgeglichen und beseitigt werden. 

Wichtig ist hierbei auch die Unterscheidung zwischen den Begriffen Grundierung, Tiefengrund und Haftgrund, welche in der Praxis fälschlicherweise oft als Synonyme verwendet werden:

  • Grundierung: Bezeichnet grundsätzlich einen Oberflächenauftrag, der den Untergrund auf eine weitere Gestaltung vorbereitet.
  • Tiefengrund: Stellt eine Art der Grundierung dar und wird vor allem bei Untergründen mit schwierigen Beschaffenheiten angewendet. Hierbei dringt die Flüssigkeit tief in die bestrichene Fläche ein und sorgt so für einen stabilen und tragfähigen Untergrund.
  • Haftgrund: Ist ebenfalls eine Art der Grundierung, welche sich insbesondere für Asphalt und Beton eignet. Es handelt sich hierbei um eine klebrige Substanz, die nur geringfügig in die bestrichene Fläche eindringt. Haftgrund wird vor allem verwendet, wenn der zu bearbeitende Untergrund eine abweisende Wirkung auf aufzutragende Farben hat.
verwendete Werkzeuge
verwendetes Material

2 Putz auftragen

Den Putz zuerst mit einem Rührwerk durchrühren und gegebenenfalls mit 100-200ml Wasser ergänzen. Danach den Putz auf einen Stahlglätter geben und auftragen. Es soll ausschliesslich mit rostfreiem Werkzeug gearbeitet werden

3 Putz abziehen

Sind 1-2 Quadratmeter aufgetragen, kann der Putz auf die gewünschte Kornstärke abgezogen werden. Um diese zu erreichen, muss die Glättekelle in einem spitzen Winkel gehalten werden. Dabei wird praktisch automatisch eine einheitliche Schichtstärke erzielt.

4 Putz strukturieren

Wenn der Putz anzieht wird seine Oberfläche stumpf. Das ist das Startsignal für das Strukturieren (innerhalb von 10-20 Minuten). Dazu bearbeitet man den Reibeputz mit einem Kunststoff-Reibebrett, das eine leicht raue Oberfläche aufweist. Das Reibebrett wird dabei mit leichtem Druck flach über die Wand bewegt. Durch diese Bewegung rollt die enthaltene Körnung durch den Putz und hinterlässt dabei Vertiefungen.

Die Art der Bewegung bestimmt dabei die Putzstruktur. So können runde, senkrechte, waagrechte oder auch diagonale Strukturen entstehen.

Sie müssen eingeloggt sein um ein Projekt bewerten zu können.
Autor
sandro von godoit
Zeitaufwand
2 Stunden
Teilen
verwendete Werkzeuge
  • Streichbürste
  • Rührstab
  • Stahlglätter
  • Reibebrett
verwendetes Material
  • Grundierung
  • Reibeputz

verwendete Produkte

Alle anzeigen
Abdeckvlies-Rollen 5m
erhältlich
CHF 16.10
Abdeckfolien Plane
erhältlich
CHF 3.70
PEKA Flächenspachteln Duo-Flex
erhältlich
CHF 16.10
Glättekelle Kunststoff
erhältlich
CHF 10.10
PEKA Glättekelle
erhältlich
CHF 34.85
PEKA Streichbürsten
erhältlich
CHF 19.80
PEKA Malerspachteln
erhältlich
CHF 6.00

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar schreiben

Weitere spannende Projekte